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Trotz schlechter Apfelernte

Gut besuchter Apfelbestimmungstag des BUND Werra-Meißner

Alle Hände voll zu tun hatte Jan Bade, einer der kenntnisreichsten Pomologen Deutschlands,  beim gut besuchten BUND- Apfelbestimmungstag in Eschwege. 27 verschiedene Apfelsorten wollten mit detektivischen Fragen (wie alt sind die Bäume, wo stehen sie...) und unter Beachtung kleinster Merkmale (Blüten- und Stielkelch, Form, Kernhaus...) identifiziert werden. Auch dieses Jahr versorgte Jan Bade die Besucher mit Wissenswertem rund um den Apfel (Lagerfähigkeit, Geschmack, Verwendungsmöglichkeiten). Der Renner des Tages war die alte, wohlschmeckende Sorte „Schöner von Herrnhut“. Alle Sorten wurden auf einem Tisch mit Namensschildern versehen und zum Probieren ausgestellt. Überrascht waren die Besucher von der Geschmacksvielfalt des Sortiments - in dieser Fülle in keinem Supermarkt zu finden.

Bio-Streuobst-Apfelchips zum Erhalt sortenreicher Obstwiesen in Nordhessen

"GRIMMS Märchen GOLD": ein leckeres bioregionales Produkt, das den Erhalt der Streuobstwiesen in Nordhessen unterstützt.

In Zusammenarbeit der fünf Partner: Streuobstinitiative im Landkreis Kassel e.V.(SILKA),  Streuobstinitiative Werra-Meißner e.V., Kreisverband BUND Werra-Meißner - alle drei verfügen über bio-zertifizierte Streuobstflächen-, GrimmHeimat Nordhessen und Aufwind e.V./ Gemeinnützige Werkstätten Eschwege entwickelte sich in der Ökomodellregion Nordhessen das Projekt 'Bio-Apfelchips' von heimischen Bio-Streuobstwiesen.

Bienenfreundliches Hessen

Gesicht des Monats

Das Gesicht des Monats: Anja und Uwe Köhler

 Anja und Uwe leben in Oberdünzebach und ihre Dexter-Rinder stammen aus dem Südwesten Irlands.

Sie sind die kleinste Rinderrasse Europas und gut für die Ganzjahresbeweidung geeignet, da es sich um eine sehr robuste und widerstandsfähige Rasse handelt. Sie werden oft zusammen mit Pferden gehalten.

Ihr Einsatz zur Landschaftspflege bietet sich an – sie sind sehr genügsam und verursachen durch ihr geringes Gewicht wenig Trittschäden. Die Grasnarbe bleibt so erhalten und die Artenvielfalt der Wiesen wird gefördert.

Anja und Uwe betreiben Nebenerwerbslandwirtschaft. Sie bauen ohne Spritzmittel und Dünger seltene Getreidearten (z.B. Einkorn) und andere Feldfrüchte an.

Uwes besonderes Steckenpferd ist die naturgemäße Bewirtschaftung von Streuobstwiesen. Seine vielfältigen Kenntnisse hat er schon als kleiner Junge von seinem Opa gelernt und bis heute erweitert.

Uwe ist maßgeblich an der Entwicklung unserer im Entstehen begriffenen Reiserwiese beteiligt.

Feldraine und Wege leiden an „Schwindsucht“

Feldraine leiden an „Schwindsucht“

Landwirte, Kommunen und der Straßenbau stehen in der Pflicht, damit Feld- und Wegeraine sowie Straßenränder wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere bleiben. 

Straßen- und Wegeraine sowie Böschungen sind wertvolle Kleinbiotope. Deshalb sollten sie gut geschützt und gepflegt werden. Allerdings sieht es in der Realität oft so aus, dass die Feldraine "an Schwindsucht leiden".

Kommunen und Straßenbauverwaltung mulchen etwa die Ränder und Raine im Sommer oft mehrmals ab und lassen das Mähgut liegen. Das Mähgut müsste komplett runter, damit die Böden auszehren und Blühpflanzen wieder Raum erhalten:  Naturschützer und Jäger ärgern sich darüber, dass einige Landwirte entlang der Gewässer und Wege schon mähen bzw. mulchen, wenn sich die Kinderstube der Tiere auf den Randstreifen aufhält.  Feldraine werden auch durch den Eintrag von Stickstoff und Pflanzenschutzmitteln beeinträchtigt. Einige Landwirte nutzen widerrechtlich öffentliches Eigentum, indem sie über ihre Grenzen hinaus bewirtschaften.

 

Artenvielfalt durch bunte Säume und Randstreifen

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz und weiteren Vorschriften sind Feldraine und Gewässerrandstreifen umfassend geschützt.

 

Trifft es zu, dass zum Beispiel die Bauern Wegeränder bis zur Bankette umpflügen und somit öffentliches Eigentum widerrechtlich nutzen? Nach der EU-Agrarreform sind die meisten Landwirte kaum noch bereit, breite Randstreifen etwa an Wegen oder Gewässern liegen zu lassen. Grund: Es besteht das Risiko, dass sie dann die im Flächenverzeichnis angegebene Fläche nicht mehr erreichen. Der Landwirt wird hart bestraft, wenn der Prüfer auch nur eine minimale Flächenabweichung feststellt. Für den Naturschutz ist das kontraproduktiv.

Eine Möglichkeit wäre auch, den Feldrand ein Jahr lang ganz in Ruhe zu lassen, also nicht zu mähen. Weniger ist für den Naturschutz oft mehr.

 

Steinreich statt artenreich – neuer Trend im Vorgarten

 

Glyphosat & Co. - rauben Bienen und Schmetterlingen in der Feldflur ihre Futterpflanzen. Bisher fanden die Insekten und Falter in den Gärten häufig Nahrungsblüten.

Doch was passiert jetzt zunehmend in unseren (Vorder)-Gärten? Jeder kennt Beispiele aus der Nachbarschaft, und man hat den Eindruck, es werden immer mehr. Besonders in Neubaugebieten erfreuen sie sich offenbar größter Beliebtheit, aber auch vor dem klassischen Garten machen sie nicht halt. Gemeint sind die Vorgärten, die innerhalb weniger Tage von einer mehr oder weniger üppigen Bepflanzung zur Steinwüste mutieren. So manch ein Gartenfreund wundert sich, das soll ein Garten sein? Was ist der Grund dafür, dass Gärten plötzlich steinreich, aber arm an Pflanzen sind. Und das in einer Zeit, in der die Artenvielfalt (Biodiversität) ganz weit oben steht!

Damit solche Bilder bald der Vergangenheit angehören

gäbe es einen einfachen Lösungsansatz - unsere Straßenverkehrsbehörde im Kreis müsste sie allerdings unterstützen und umsetzen.

Solche Bilder gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an. Foto: Helge May

Schranke als Lebensretter

Foto: Frau Rissmann (WR)

Strassensperrung während der Frühjahrswanderung

Nachdem nun langsam die Nachtfröste abklingen und die Tagestemperaturen ansteigen, erwacht auch die Natur aus ihrem Winterschlaf. Und damit auch unsere heimischen Amphibien, die den Winter sicher in geschützten Bodenverstecken in ihrer Winterstarre verbracht haben. Alle unsere einheimischen Amphibienvorkommen sind stark  bestandsgefährdet. Eine große vermeidbare Gefahr könnte gemildert werden. Nämlich dann, wenn die Amphibien in den nächsten Tagen ihre jährliche Wanderung zu den Laichplätzen beginnen und dabei Straßen überqueren müssen. Dann droht ihnen der Verkehrstod.

 

Straßensperrungen

Sie sind eine wirksame Schutzmaßnahme für wandernde Amphibien. Dazu werden betroffene Straßenabschnitte während der Hauptwanderung für den Verkehr gesperrt. Je nach Wandergeschehen können unterschiedliche Straßensperrungen notwendig sein. Die meisten Straßensperrungen schützen die Frühjahrswanderung der Amphibien. Dazu müssen die entsprechenden Straßenabschnitte während der Hauptwanderzeit in den Abend- und Nachtstunden (19.00 bis 06.00 Uhr) für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

Die Möglichkeit der Straßensperrung aus Gründen des Artenschutzes ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt. In § 45, Abs. 1a, Nr. 4a ist das Recht zur Beschränkung des Verkehrs "hinsichtlich örtlich begrenzter Maßnahmen aus Gründen des Arten- und Biotopschutzes ..." formuliert. Die Straßensperrung muss durch die zuständige Verkehrsbehörde genehmigt werden, die auch die notwendige Beschilderung festlegt. Voraussetzung für eine Genehmigung ist meist das Vorhandensein einer zumutbaren Umleitungsstrecke. Die Durchführung der Straßensperrung wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Teilweise werden die Straßensperrungen von den Straßenverwaltungen durchgeführt.

Zur Sperrung werden oft mobile Sperrbarken verwendet, die jedoch häufig umfahren werden. Wirkungsvoller sind fest eingebaute Schranken oder Pfosten.

Über die Straße tragen z. B. die K3 Grebendorf-Jestädt

Erdkrötenwanderung an der K3 Grebendorf-Jestädt       

Der Frühling naht, bald geht es wieder los. Die Erdkröten und Molche kommen aus ihren Winterquartieren und wandern des Nachts zu ihren Laichplätzen.

Dann geht es gegen 18.30 Uhr los. Warnweste, Taschenlampe, Eimer, Klemmbrett für die „Buchhaltung“ und neuerdings auch ein gelbes Blinklicht fürs Auto. Das sind die Utensilien, womit wir versuchen, heil und informierend durch die „Krötensaison“ zu kommen. Schon beim Rausfahren aus der Garage muss ich stoppen, weil die ersten Kröten den Weg versperren. Die kommen in den Eimer und werden später an den See gefahren, nie und nimmer würden sie es schaffen, zwei Straßen und etliche Bordsteine und Gärten zu durchqueren, um unversehrt an ihr Ziel zu kommen. Nun im Schneckentempo noch zweimal die Neueroder Straße in Grebendorf abfahren, wo erstaunlich viele Erdkröten laufen. Die kommen aus dem Wald hinter Grebendorf und versuchen irgendwie, die schätzungsweise 2 Kilometer bis zum See zu schaffen. Aus vielen Hofeinfahrten kommen uns die Kröten entgegengekrabbelt.
So, der erste Schwung ist im Eimer gelandet. Jetzt geht’s zur K3. Dort werden schon am ca. 100 Meter langen Zaun die Eimer kontrolliert von Johann. Der wohnt direkt gegenüber. Bernd ist auch schon da mit seinem Auto. An manchen Tagen sind wir erfreulich viele Helfer auf der Straße, der Uwe, die Anja, die Heide, der Franz. Manchmal bin ich aber auch ganz alleine. Nun fahren wir in weniger als Schritttempo ca. 1-2 Stunden die K3 ab und helfen allen Kröten und hin und wieder auch Molchen über die Straße. Dies ist sehr gefährlich, weil viele Autofahrer trotz Blinklicht und Warnleuchten ihr Tempo nicht verringern. Man muss schnell sein, um die Kröten aufzusammeln!!
Es liegen viele tote Kröten auf der Straße, leider auch viele verletzte Tiere. Wenn ich es irgendwie schaffe, erlöse ich sie, damit das Leiden ein Ende hat. Das ist wirklich traurig für mich, aber besser so, als wenn sie noch ewig zappelnd auf der Straße liegen.
So konnten wir alleine im letzten Jahr ca. 1.600 Erdkröten zählen, was allerdings nur ein Bruchteil ist von denen, die die ganze Nacht die Straße überqueren.

Seit zwei Jahren dürfen wir an Abenden, wenn die Witterung die Krötenwanderung günstig beeinflusst, die K3 für den Straßenverkehr sperren lassen. Leider halten sich einige Autofahrer nicht dran und es kommt zu teilweise unschönen Auseinandersetzungen. Aber durch diese Sperrung ist es uns auch möglich, eine genauere Kartierung der Krötenwanderung vorzunehmen. In letzten Jahr wurden sogenannte Ausgleichsteiche im Schambachtal oberhalb der K3 bewilligt, die in diesem Jahr aber spätestens im nächsten angelegt werden sollen, damit ein Teil der Amphibien erst gar nicht die K3 überqueren muss.

Wer helfen möchte meldet sich bei
heikematthies@gmx.net    

http://www.hr-online.de/website/archiv/hessenschau/hessenschau.jsp?t=20150329&type=v

Kinder bauen tausendsten Nistkasten für Vögel

 

Zum 10. Mal bot der BUND WMK auf dem Weihnachtsmarkt in Hohenhaus ein Nistkastenbasteln für Kinder an. Und wieder wurde fleißig gehämmert und gewerkelt.

BUND Projekt: Reiserwiese - Was soll das denn sein?

 Jan Bade erklärt die Hintergründe

 zum Interview - Bild anklicken

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BUND-Herbstzauberteilnahme war „zauberhaft“

 

Auch dieses Jahr war der BUND-Kreisverband am Herbstzauber im Botanischen Garten in Eschwege dabei. Das angebotene Obst wurde gerne genommen.

Neben Insektenhotelbau aus schönem heimischen Hausener Haferpflaumenholz bot er viele Informationen rund um „torffrei Gärtnern“ und „pestizidfreie Unkrautbekämpfung“ (nicht nur) in den Gemeinden und Städten an. Zu diesen Themen plant der Kreisverband jeweils eine kleine Kampagne. Wer hat noch Ideen dazu und würde sich beteiligen?

Unser Stand war wieder gut besucht, interessante Gespräche machten deutlich, dass Viele auf der Suche nach guten Alternativen sind. Es hat sich wieder gelohnt dabei gewesen zu sein.

NATURASYL „Altes Schachtloch Fürstenhagen“

Kulturhistorie  „Alaunbergwerk Fürstenhagen“

Über Jahrhunderte benutzten die Menschen den Alaun als Heilmittel bei Haut- und Darmkrankheiten, schlecht schließenden Wunden und Blutungen.

Der Rasierstift "Blutstiller" ist vielleicht Manchem noch bekannt. Ebenso wichtige Abnehmer für den Alaun waren seit dem Mittelalter die Weißgerber, die feines Ziegen- und Schafleder damit haltbar und geschmeidig machten.

Alaun wurde aus Braunkohle gewonnen. Ein Brei aus präparierter Kohle und Wasser wurde verdampft. Der Alaun setzte sich als farbloses kristallines Salz ab.

Um an die unterirdische Lagerstätte zu kommen, grub man ein Erdloch (Schachtloch). Der Aushub wurde daneben zu einem Hügel aufgeschüttet.

1841 wurden so von 32 Arbeitern 900 Maß Kohlen gefördert. Das ergibt sich aus alten Aufzeichnungen, die der Landesbibliothek in Kassel vorliegen. 

Mit Beendigung des Abbaus füllte sich das Schachtloch mit Wasser.

Im Uferbereich des ehemaligen Schachtloches haben sich Rohrkolben und Fieberklee angesiedelt. Umrahmt wird der kleine Teich mit Gehölzstrukturen aus Wildkirschen, Ebereschen, Eichen, Wildrosen und Weiden.

Das Gewässer mit seltenen Gästen wie Zwergtaucher und Gänsesäger, dient auch als Reproduktionsraum für Amphibien.

Um 1990 wurde es gelegentlich als Angelteich genutzt, wodurch ein Bestand an Fischen erhalten blieb, nämlich Karpfen, Karauschen, Rotfedern und Schleien. Diese verringern allerdings den Amphibiennachwuchs. Deshalb wurde erwogen, den Fischbestand zu reduzieren. Das geschah aber nicht, weil die Fischbrut und Jungfische dem Graureiher, Eisvogel und Schwarzstorch eine leckere Nahrung sind.

Teich und Hügel mitten in der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind eine Nische für verschiedene Tier- und Pflanzenarten geworden, ein Kleinod.

Vom Aushubhügel zum Lebensraum

Der Hügel beim Alten Schachtloch mit seinen Bäumen und Sträuchern dient vielen Tieren als Wohnung, u. a. für Steinkauz und Neuntöter.

Amphibien und Reptilien erobern seine Böschungen als Landlebens-raum und zum Überwintern.

Unterstützt wird dieses Projekt von der Unteren Naturschutzbehörde des Werra-Meißner-Kreises und durch die Stiftung Hessischer Naturschutz.

Betreut vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Kreisverband Werra-Meißner

BUND Werra-Meißner schafft Blühfläche im Klostergarten Germerode

 

Gemeinsam mit dem Heimatverein säte der BUND im Klostergarten Germerode eine Blühwiese ein und bald werden sich Mensch und Tier an einer bunten Blütenmischung erfreuen. So werden sich Insekten und Vögel bald einfinden und das neue Nahrungsangebot genießen.

Zudem erspart die Blühfläche mehrmaliges (lästiges und lärmiges) Mähen.

Wer sich von der Schönheit und Artenvielfalt der Wiese überzeugen möchte, ist eingeladen, sich im Klostergarten umzusehen – er ist allemal einen Besuch wert.

Wer im eigenen Garten ein wenig Artenhilfe schaffen möchte für die notleidende Insekten- und Vogelwelt, bekommt Tipps vom BUND Werra-Meißner.

 

 

Neues aus dem BUND-WMK: Vorstand gewählt

Auf der Kreismitgliederversammlung am 18.2.2016 standen wieder einmal Wahlen an. 

(Foto v. l.):

Kassiererin: Elke Seidel

Vorstand (Sprechermodell):

Wolf von Bültzingslöwen

Johanna Seidel

Thomas Reimann

Heide Tilgner

Anja Köhler

Wir haben es geschafft!

 

Der Global Climate March dieses Wochenende hat den Rekord für die größte Klima-Mobilisierung aller Zeiten gebrochen - und das obwohl unser Hauptevent in Paris abgesagt werden musste! Von São Paulo bis Sydney haben über 785.000 von uns mit über 2.300 Events in 175 Ländern die Erde zum Beben gebracht." So beschreibt Avaaz den Erfolg seines Aufrufs, Druck auf die Klimaverhandler in Paris zu machen. Und der kam uns gerade recht, denn auch der BUND hatte seine Teilnahme an der Großdemo in Paris abgesagt. Stattdessen haben wir zusammen mit Herrn Nieselt (Avaaz und Urheber), den Grünen Bad Soden Allendorf, der Lokalen Agenda BSA unter dem Södertor unseren Forderungen nach schnellstmöglicher Energiewende zur Rettung des Weltklimas Nachdruck verliehen. Frank Hix (BGM in BSA) und Rainer Wallmann (1. Kreisbeigeordneter) legten in kurzen Grußworten dar, was auf städtischer und Kreisebene bereits in Gang gebracht wurde, aber auch, was noch zu tun bleibt, vor allem auf politischer Ebene. Wünsche und Forderungen der TeilnehmerInnen wurden auf einer Tafel festgehalten und an Frau Merkel geschickt.

 

 

Herbstzauber im Botanischen Garten Eschwege

 

Und der BUND war zum 2. Mal dabei

 Es hat sich gelohnt: Wieder einmal konnte der BUND Werra Meißner mit seinen Anliegen an die Öffentlichkeit gehen und  in vielen Gesprächen Informationen über naturnahe Anlage und Bewirtschaftung von Gärten weitergeben.

So können Gärten ein Refugium sein (oder werden) für eine Fülle von bedrohten Tieren und Pflanzen und gleichzeitig einen Teil zur gesunden Ernährung ihrer Nutzer beitragen – von der Freude an der Gartenarbeit und der Bewegung an frischer Luft ganz abgesehen.

Hilfreiche Materialien wurden gerne mitgenommen. Besonderes Interesse weckte das Buch des „Gurus“ der naturnahen Gartenanlage Reinhard Witt „Natur für jeden Garten“.

Als kleine Starthilfe dafür konnten kleine und große Kinder einen Blaumeisenkasten zusammennageln für den heimischen Garten

Erfolgreicher 3. Apfeltag in Eschwege

Großes Interesse der Bevölkerung an Sortenbestimmung

Der BUND Kreisverband lud ein und ca. 150 Menschen kamen mit ihren Apfelschätzen aus heimischen Gärten und der Feldflur.

Seit fast 10 Jahren besteht der BUND – Studigarten in Witzenhausen 

 

Entstanden durch die damalige BUND-Hochschulgruppe unterstützt der BUND Kreisverband Werra-Meißner durch Übernahme des Pachtzins diese Idee.

Die Organisation erfolgt in studentischer Eigenregie - und jedes Jahr heißt es :

"Liebe Studigärtnerinnen und Studigärtner,es ist soweit, die Vergabe der Flächen im Studenten-Garten steht bevor! Jeder der Interesse hat für dieses Jahr eine Fläche im Garten der Steinstraße zu übernehmen, ist herzlich willkommen. Nach kurzen allgemeinen Informationen rund um den Studigarten, gehen wir dann in den Garten und verteilen dort die Flächen vor Ort, damit jede/r weiß, wo die Parzelle liegt."

Verschiedenste Anbaumethoden und Versuche sind zu beobachten ... und so geht es dann los.

Wildkatzenerfassung im WMK geht weiter

    Einige „alte Bekannte“, aber auch viele neue Individuen

Die Freude unter den nordhessischen Wildkatzenschützern ist groß: im Rahmen der Wildkatzenerfassung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Hessen in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Hessisch Lichtenau im Werra-Meißner-Kreis konnten im Jahr 2014 22 Individuen dieser bedrohten Art nachgewiesen werden. Mit den Daten des Jahres 2013 kann man damit auf mindestens 16 Männchen und acht Weibchen rund um den Meißner, Hessisch-Lichtenau und Großalmerode schließen. Zwei Tiere sind „alte Bekannte“, sie wurden bereits im letzten Erfassungsjahr nachgewiesen.

„Durch die relativ hohe Anzahl an neu nachgewiesenen Individuen vermuten wir, dass die Population im Untersuchungsgebiet sehr dynamisch ist und deren Zusammensetzung durch Ab- und Einwanderung oder auch Todesfälle von Jahr zu Jahr mehr oder weniger stark variiert“, so Susanne Schneider, Koordinatorin des Projekts Wildkatzensprung beim BUND Hessen. „Durch ein drittes Untersuchungsjahr erhoffen wir uns, noch mehr über diese Dynamik herauszufinden“, sagt Schneider. Das BUND-Projekt Wildkatzensprung wird im Rahmen des Bundesprogramms für Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Auch für das Forstamt Hessisch Lichtenau ist der Nachweis einer ansässigen Wildkatzenpopulation ein Grund zur Freude: „Der Nachweis der scheuen Wildkatze in unseren Wäldern zeigt uns, dass wir mit der Bewirtschaftung der Wälder auf einem guten Weg sind und der Wildkatze einen geeigneten Lebensraum bieten“, so Forstamtsleiter Matthias Dumm.

Dritte Lockstock-Saison hat bereits begonnen

Derweil gehen die Arbeiten des BUND zur Erfassung der Wildkatze im Werra-Meißner-Kreis im Jahr 2015 weiter. Bereits zum dritten Mal machen sich an die 30 ehrenamtliche Wildkatzenretterinnen und -retter bereits seit Anfang Januar und noch bis Ende April wöchentlich auf den Weg zu insgesamt 50 Lockstöcken, um dort Haare abzusammeln.

Der Wildkatze auf die Spur kommen der BUND und seine Helferinnen und Helfer durch die sogenannten Lockstöcke. Mit Baldrian besprühte Holzlatten werden zur Paarungszeit der Wildkatzen im Winter in den Wäldern aufgestellt. Die Tiere werden durch den Duft angezogen, reiben sich am Holz und hinterlassen dabei Haare. Diese werden regelmäßig eingesammelt und genetisch analysiert. Mit dieser Lockstock-Methode ist es bereits gelungen, die Wildkatze in verschiedenen Teilen Hessens nachzuweisen. Durch die Untersuchungen erhofft sich der BUND weitere Erkenntnisse darüber, wie viele Tiere in Hessen leben, wie sie wandern und mit welchen anderen Wildkatzenvorkommen in Deutschland sie verwandt sind.

 

K+S: BUND fordert sofortige Rücknahme der Versenkerlaubnis für K+S

BUND fordert sofortige Rücknahme der Versenkerlaubnis für K+S (Foto: Reiner Cornelius)

BUND fordert sofortige Rücknahme der Versenkerlaubnis für K+S (Foto: Reiner Cornelius)

Die Landesverbände Hessen, Niedersachsen und Thüringen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern die sofortige Rücknahme der Versenkerlaubnis für K+S aus dem Jahr 2011. Otto Löwer, Vorstandmitglied des BUND Hessen: „Das Maß ist voll. K+S darf nicht länger unser Grundwasser und unsere Flüsse versalzen!“ Für die Folgen, die aus den nun notwendigen drastischen Maßnahmen resultieren, trägt K+S die alleinige Verantwortung. „K+S betreibt seit vielen Jahren eine Unternehmenspolitik auf Kosten der Umwelt und der eigenen Beschäftigten. Das ist ein rücksichtsloses Vorgehen gegenüber Mensch und Natur“, meint Otto Löwer für die BUND-Landesverbände.

Die BUND Landesverbände reagieren mit ihrer Forderung auf das Eingeständnis des hessischen Umweltministeriums vom 18.11.2014 im Landtag, dass K+S eine wesentliche Auflage zum Schutz des Grundwassers aus der im Jahr 2011 erteilten Genehmigung bis heute nicht erfüllt habe. In der Versenk-Erlaubnis für Kaliabwässer, die in der zweiten Jahreshälfte 2015 ausläuft, war eine Frist bis 2013 zur Vorlage eines dreidimensionalen Grundwassermodells zum Nachweis der Unbedenklichkeit der Versenkung angeordnet worden. Dieser Nachweis wäre außerdem durch unabhängige Gutachter zu überprüfen. Ohne diesen Nachweis muss die Versenkung nach Meinung des BUND aber sofort gestoppt werden, weil sie auf fehlender Grundlage für eine sachgerechte Entscheidung erteilt worden ist. Die Beachtung rechtsstaatlicher Grundsätze mache eine Rücknahme der Versenkerlaubnis erforderlich, denn schon seit langem untergrabe das Unternehmen K+S immer wieder die Autorität und die Durchsetzungsfähigkeit der Landesregierung und ihrer Behörden, indem Bestimmungen zum Schutz der Umwelt nicht beachtet werden.

BUND pflanzt 20. Apfelbaum

Der 20. Baum trägt den Namen Moringer Rosenapfel und wurde im Rahmen der Märchenwoche in Bad Sooden-Allendorf gepflanzt. Wie jedes Jahr beteiligen sich zahlreiche Kinder an der Aktion. So entsteht an den Bruchteichen eine "märchenhafte" Streuobstwiese. Dr. Franz Tilgner und Uwe Köhler unterstüzt von Ursula van Aaken und Johanna Seidel waren als Vertreter des BUND bei der Baumpflanzaktion aktiv.

Informationen zur A44

A44 - ist dazu nicht schon alles gesagt? Seit über 20 Jahren gibt es die Auseinandersetzungen um ein Autobahnteilstück von ca. 64 km Länge, dass die A7 durch das nordhessische Bergland zusätzlich mit der A4 verbinden soll.

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BUND Werra-Meißner pro Windkraft!

Der Vorstand des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland im Werra-Meißner Kreis stellt klar: „Für Mensch, Natur und Wirtschaft ist es gleichermaßen überlebenswichtig, das drohende Kippen des Klimas zu verhindern“. Nachteilige Auswirkungen von Windenergieanlagen auf  Natur- und Artenschutz seien bei korrekter Planung vermeidbar.
Das Argument der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes müsse mit Blick auf den Klimawandel kritisch hinterfragt und gegebenfalls neu bewertet werden:  „Gegen die Sendemasten auf dem Hohen Meissner und die bis vor etlichen Jahren dort stehende Radarkuppel und die Abhörtürme hat nie jemand protestiert. Das ästhetische Empfinden der Menschen ist eben unterschiedlich – den einen stört’s, den anderen nicht,“ erklärt Helga von Bültzingslöwen, BUND Vorsitzende des Kreisverbandes.
Dies bedeute aber keinesfalls, dass man nun die Landschaft mit Windkraftanlagen vollstellen solle. Die Aufgabe der Genehmigungsbehörden und der Vorhabensträger werde jedoch deutlich anspruchsvoller. Hierzu Thomas Norgall, stellvertretender Geschäftsführer des BUND Landesverband Hessen: „Gute Vorrangflächenplanung minimiert die Umweltauswirkungen und schafft maximale Investitionssicherheit. Je konkreter die Vorrangstandorte und -flächen durch den Staat im Rahmen seiner Regionalpanung untersucht werden, desto sicherer ist die Frage beantwortet, ob ein Standort die Artenschutzprüfung besteht und desto höher ist die Sicherheit für die Investoren.“

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