Im Pressegespräch kam auch die Philosophie der beiden Kanurado-Betreiber, das Engagement für einen naturverträglichen Kanutourismus auf der Werra, die Sorgen der vom Tourismus lebenden Anrainer, ihr grosses Interesse an einem unbelasteten Fluss zur Sprache.
Körperlich und mental gestärkt, (der Sieg über die „Salzstreuer“ war unser) ließen die Paddler und Paddlerinnen wieder ihre Boote zu Wasser zur letzten Etappe zum Bootshaus in Bad Sooden-Allendorf. Hier lief das Anlegen und die Boote aus dem Wasser holen glatt, der Tag klang aus im Schatten einer großen Weide, dem Säubern und Verladen der Materialien und Boote und vielen Gesprächen bei Eis und Keksen.
Einhellige Meinung: Ein schöner, erlebnisreicher, für manche auch anstrengender Tag ging zu Ende und ist es wert, wiederholt zu werden!
Wir lassen uns die Freude am Fluss nicht von Kali und Salz verderben, aber wir fordern den Konzern auf, endlich Konsequenzen zu ziehen und dafür zu sorgen, dass die Werra wieder in einen guten ökologischen Zustand versetzt wird, anstatt mit Maulkörben und Androhung von Zwangsgeldern Kritiker mundtot zu machen. Der Fluss darf nicht weiter ein Kanal für Abfallstoffe aus der Kaliproduktion sein. Der Weltkonzern K&S sollte die Chance nutzen, durch vorbildliche Abwasservermeidung und -klärung sein Image aufzupolieren. Der BUND ist auch nicht der Meinung, dass, wer gegen die Werra-Versalzung demonstriert und diese anprangert, gegen den Tourismus arbeitet, wie es Kreispolitiker neulich in der Presse formuliert hatten. Das Image der Werra wird nicht dadurch erhöht, dass man Tatsachen verschweigt - auf diese werden die Paddler und Paddlerinnen spätestens im Hochsommer bei niedrigem Wasserstand durch ihre Nase hingewiesen - sondern dass man offen damit umgeht und durch ein ganzes Paket von Verbesserungen die Probleme zu lösen versucht.
Das schönste an der Werra-Kanutour aber war, so viele Menschen jeden Alters quasi in einem Boot vereint zu sehen im Einsatz für die Werra, die unserem Kreis einen Teil des Namens gibt.
Mehr Fotos gibt es auf www.kanurado.de